Ethikkomitee 


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Durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt werden die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten ständig erweitert. Aber nicht alles, was machbar ist, ist für den Kranken auch sinnvoll. In Zeiten der spezialisierten und interdisziplinären Medizin kann der einzelne Arzt nicht immer verlässlich einschätzen, welcher Gewinn an Lebensqualität und Lebenszeit in einem komplexen Krankheitsgeschehen durch eine Behandlungsmaßnahme zu erwarten ist. Darüberhinaus können das jeweilige Menschenbild, die ethischen Werte und Überzeugungen zu unterschiedlichen Bewertungen der Sinnhaftigkeit der weiteren Behandlung führen.

Besonders in Grenzsituationen der modernen Medizin mag es daher für Ärzte und Pflegende, aber auch für die betroffenen Kranken und ihre Angehörigen schwierig sein, eine Entscheidung für oder gegen eine  Behandlung zu treffen. In solchen Situationen bietet das klinische Ethikkomitee den Beteiligten seine Unterstützung an.

Das Klinische Ethikkomitee des Harzklinikums steht als ein Beratungsgremium für schwierige und ethisch kontroverse Entscheidungen in der Krankenversorgung sowohl den Patientinnen und Patienten als auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung. Es erstellt zu der jeweiligen ethischen Fragestellung eine Empfehlung. Die medizinische Entscheidung bleibt den behandelnden Ärzten stets vorbehalten.

Das Komitee setzt sich aus Ärzten verschiedener Fachgebiete, Mitarbeitern aus dem Pflegebereich, Seelsorgern, einer Psychoonkologin und einem Verwaltungsangestellten zusammen. Die Mitglieder agieren unabhängig von der Klinikhierarchie und sind nur ihrem Gewissen verpflichtet.

Beispiele für einen Beratungswunsch

In solchen und ähnlichen Situationen kann eine ethische Beratung hilfreich sein:

Herr M. hat einen schweren Schlaganfall erlitten. Da er sich wegen einer Schlucklähmung nicht mehr auf natürlichem Wege ernähren kann, wird die  Anlage einer Ernährungssonde (PEG- Sonde) in Betracht gezogen.  Herr. M. ist nicht in der Lage, seinen Willen zu äußern, eine Patientenverfügung hat er nicht erstellt. Aufgrund der ungewissen Prognose sind die behandelnden Ärzte unsicher, ob die künstliche Ernährung  aus Sicht des Patienten sinnvoll ist.

Herr B. leidet seit einigen Jahren unter einer schweren psychischen Störung. Eine selbstständige Lebensführung ist ihm sehr wichtig. Seine Familie ist sehr besorgt, dass er die alltäglichen Aufgaben nicht mehr ausreichend bewältigt. Sie fragt sich, ob es richtig ist, gegen seinen Wunsch nach Möglichkeiten für ein betreutes Wohnen zu suchen.

Frau S. wird nach einem Verkehrsunfall seit vielen Wochen auf der Intensivtherapiestation betreut. Infolge einer Hirnverletzung besteht ein anhaltendes Koma. Nach gründlicher Untersuchung sind die Ärzte zu der Einschätzung gekommen, dass es sich dabei um einen nicht umkehrbaren Zustand handelt. Nun gilt es zu entscheiden, in welchem Maße die Fortführung der Behandlung, unter anderem der maschinellen Beatmung, für Frau S. am besten ist und ihrem mutmaßlichen Willen entspricht.

Frau T. hat einen kleinen Sohn geboren, bei dem direkt nach Geburt zahlreiche Fehlbildungen beobachtet wurden, unter anderem sind das Gehirn und weitere innere Organe betroffen.

Als Ursache findet sich eine sehr seltene Chromosomenstörung; alle Kinder mit ähnlichen Befunden sind nach wenigen Monaten verstorben. Baby T. bekommt etwas Sauerstoff, Medikamente für das Herz und eine Infusion, da es selbst nur mäßig trinkt. Die liebevollen Eltern möchten ihr Kind ohne weitere Diagnostik und Therapie mit nach Hause nehmen und dort betreuen. Können wir als betreuendes medizinisches Team dem zustimmen

Aufgaben des Klinischen Ethikkomitees

  • Einzelfallberatung durch ein Ethikkonsil in einer ethischen Konfliktsituation, um unter Berücksichtigung ethischer, pflegerischer und juristischer Aspekte zu einer sinnvollen und tragfähigen Lösung für den Kranken zu kommen
  • Entwicklung von internen Leitlinien für häufig wiederkehrende ethische Problemstellungen
  • Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ethischen Themen, um eine fachgerechte ärztliche und pflegerische Versorgung zu gewährleisten und für Werte wie Respekt, Rücksicht, Mitgefühl und Vertrauen im Umgang  mit den Kranken sowie untereinander zu sensibilisieren
  • Beratung der Kliniken und Bereiche des Klinikums zu ethischen Fragen, die auch die Gestaltung von Strukturen umfassen (z.B. adäquate Räumlichkeiten für Beratungsgespräche und Diagnosestellung, Raum der Stille)

Wie und durch wen kann ein Antrag auf Beratung gestellt werden?

An das Klinische Ethikkomitee können sich alle Patienten und Patientinnen, die sich in unserem Klinikum in Behandlung befinden, Angehörige von Patienten sowie die Mitarbeiter aller Professionen wenden, wenn sie eine Beratung zu einer ethischen Problemstellung wünschen.

 

Mitglieder des klinischen Ethikkomitess

Mitglieder des klinischen Ethikkomitess

Das klinisches Ethikkomitee des Harzklinikum setzt sich aus zwei Komitees zusammen, die für die Klinikstandorte Quedlinburg und Ballenstedt bzw. Wernigerode und Blankenburg zuständig sind.

Klinikstandort Quedlinburg/Ballenstedt
Matthias Zentner
Vorsitzender Quedlinburg
Krankenhausseelsorger
Telefon (0 39 46) 9 09 - 18 08
matthias.zentner(at)harzklinikum.com 

Ines Heller
stellvertretende Vorsitzende
Quedlinburg | Pflege ITS (Station 03)
Telefon (0 39 46) 9 09 - 70 30

Dipl.-Med. Dagmar Boczek
Oberärztin Anästhesie
Telefon (0 39 46) 9 09 - 72 58
dagmar.boczek(at)harzklinikum.com

Thomas Groß
Qualitätsmanagement
Telefon (0 39 46) 9 09 - 77 04
thomas.gross(at)harzklinikum.com 

Dr. med. Alfred John
Oberarzt Tagesklinik Psychiatrie
Telefon: (0 39 46) 9 09 - 16 82
alfred.john(at)harzklinikum.com

Eike Rockstedt
Teamleitung
Pflege Dermatologie (Station 08)
Telefon: (0 39 46) 9 09 - 70 80
eike.rockstedt(at)harzklinikum.com

Dr. med. Stephan Schwitalla
Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin
Telefon: (0 39 46) 9 09 - 72 50
stephan.schwitalla(at)harzlinikum.com

Petra Tschakert
Teamleitung
Pflege Gynäkologie (Station 17)
Telefon: (0 39 46) 9 09 - 7 170
petra.tschakert(at)harzklinikum.com

Dr. med. Kerstin Unger
Oberärztin ITS (Innere Medizin)
Telefon (0 39 46) 9 09 - 70 37
kerstin.unger(at)harzklinikum.com 

Klinikstandort Wernigerode/Blankenburg
Dr. med. Beate Dargel
Vorsitzende Wernigerode
Oberärztin Hämatologie-Onkologie
Telefon: (0 39 43) 61 - 37 99
beate.dargel(at)harzklinikum.com

Ulrike Hackbeil
stellvertretende Vorsitzende
Wernigerode | Klinikseelsorgerin
Telefon: (0 39 43) 61 - 13 81
Telefon: (0 39 43) 61 - 37 68
ulrike.hackbeil(at)harzklinikum.com

Annett Breutel
Pflege ITS (Station A3C)
Telefon: (0 39 43) 61 - 12 82
annett.breutel(at)harzklinikum.com

Doreen Bley
Pflege Onkologie/Strahlentherapie
Telefon: (0 39 43) 61 - 38 60
doreen.bley(at)harzklinikum.com

Randolph Dannöhl
Oberarzt Chirurgie
Telefon: (0 39 43) 61 - 39 14
randolph.dannoehl(at)harzklinikum.com

Thomas Groß
Qualitätsmanagement
Klinikum Quedlinburg
Telefon: (0 39 46) 9 09 - 77 04
thomas.gross(at)harzklinikum.com

Frauke Sauer
Oberärztin Anästhesie
Telefon: (0 39 43) 61 - 38 86
frauke.sauer(at)harzklinikum.com

Dr. med. Dieter Sontheimer
Chefarzt Kindermedizin
Telefon: (0 39 43) 61 - 27 60
dieter.sontheimer(at)harzklinikum.com

Dipl.-Päd. Claudia Gebhardt-Zomorodbakhsch
Psychoonkologin
Telefon: (0 39 43) 61 - 37 58
claudia.gebhardt-zomorodbakhsch(at)harzklinikum.com

 

 

Kontakt

Kontakt

Klinikstandort Quedlinburg

ethik.qlb(at)harzklinikum.com

Klinikstandort Wernigerode

ethik.wr(at)harzklinikum.com