Krankenhausgeschichte

Im 13. Jahrhundert wurde erstmals das damalige „Georgenhospital“ in Kloster Michaelstein erwähnt. Im Jahre 1715 entstand im jetzigen „Georgenhof“ ein neues Krankenhaus. 1860 wurde in der alten Poliklinik das „Herzog-Wilhelm-Hospital“ mit 12 Betten eröffnet. Die Aufgaben bestanden damals vorwiegend in der Behandlung von ansteckenden und gefährlichen Krankheiten sowie der Unterbringung von Personen, die im Interesse der öffentlichen Sicherheit isoliert werden mussten. 1927 waren bereits 70 Betten zur Pflege kranker Menschen vorhanden. 1939 bis 1945 diente das Krankenhaus als Lazarett. Das Krankenhaus Lindestraße wurde ab 1945 als Krankenhaus genutzt. Hier befanden sich zu Beginn eine chirurgische und dann auch gynäkologisch-geburtshilfliche Station. Von 1964 bis 1974 gab es darüber hinaus eine HNO-Abteilung. Nach deren Aufgabe im Jahre 1974 wurden eine Orthopädische Abteilung sowie eine Intensivtherapieabteilung eingerichtet. In der Thiestraße wurde 1947 die damalige Kuranstalt zum Städtischen Krankenhaus umgewandelt. Neben einer Inneren Abteilung wurde in den Nachkriegsjahren eine größere Tbc-Abteilung für Erwachsene und Kinder sowie eine Infektionsabteilung betrieben. 1952 kamen eine Kinderabteilung und 1957 die Abteilung für Neurologie und Psychiatrie hinzu.
Im Verlauf der letzten Jahrzehnte hat sich eine ständige Entwicklung und Modernisierung vollzogen. Aufgrund einer Vielzahl von Investitionen und Umstrukturierungsmaßnahmen konnten die Voraussetzungen für ein modernes und leistungsstarkes Krankenhaus geschaffen werden. Es entstanden die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, die Klinik für Neurologie und die Klinik für Innere Medizin/ Geriatrie mit überregionalen Versorgungsaufträgen.

Seit 1995 verfügte das Harz-Klinikum über eine eigene Krankenpflegeschule. Anfang Juli 2002 wurde eine für speziell auf geronto-psychiatrische Krankheitsbilder ausgerichtete Pflegeeinrichtung, das Pflegeheim Schlossblick, eröffnet.

Im Juli 2006 wurde auf dem Gelände Thiestraße ein Neubau für die Klinik Innere Medizin/Geriatrie in Betrieb genommen. Es entstanden neben modern eingerichteten Zweibettzimmern mit Bad, großzügige Therapieräume, eine zentrale Patientenaufnahme sowie eine neue Cafeteria. Anfang 2007 wurde die Klinik für Neurologie an den Standort Wernigerode verlagert. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie wurde nach Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen am Standort Thiestraße konzentriert und erhielt somit moderne Therapiebedingungen.