Krankenhausgeschichte

Am Krankenhausstandort Wernigerode genehmigte 1896 der Kreistag zu Wernigerode die Übertragung des Kapitals von der Keßler-Hertzschen Stiftung auf das neu zu bauende Krankenhaus, welches dann im sogenannten „Schönerts Garten“ zwischen Ilsenburger Straße und Eisenberg errichtet wurde.
Die Keßler-Hertzsche Stiftung, die sich 1831 nach Anerkennung durch die gräfliche Regierung aus der Stiftung des Pfarrers Keßler und der Stiftung des Kaufmanns Hertzer vereinte, verfolgte als Grundidee die Errichtung eines Krankenhauses zur Pflege und Beherbergung von armen Kranken. Dieses Krankenhaus entstand zunächst in der heutigen Johann-Sebastian-Bach-Straße durch den Umbau des Hauses an der Stadtmauer Nr. 709. Aus medizinischer Sicht und aus Raumfragen stellte sich aber bald die Erfordernis nach einem Neubau.
Im Juli 1899 wurde das Kreiskrankenhaus Wernigerode, dessen Bau 200.000 RM kostete, eröffnet und in die Verantwortung des Landkreises übergeben. Mit seiner Eröffnung standen insgesamt 39 Betten zur Verfügung. Der wachsende Zulauf, auch aus den umliegenden Gebieten, führte bereits 1900 zu einer ersten baulichen Erweiterung des Hauses mit nunmehr 50 Betten. Die nächsten Veränderungen auf 100 Betten mussten 1910/11 vorgenommen werden. Der gute Ruf des Hauses zog in den folgenden Jahren weitere Baumaßnahmen nach sich, bereits 1928 konnte das Krankenhaus auf eine Kapazität von 215 Betten blicken. Es folgten in den zurückliegenden Jahren umfangreiche Baumaßnahmen zur Erweiterung und Modernisierung des Kreiskrankenhauses.
Im Jahre 1990 begann eine Zielplanung zur weiteren Entwicklung des Harz-Klinikums Wernigerode. Kurzfristig wurde ein mit Fördermitteln des Landes umfangreiches Sanierungsprogramm zur Verbesserung der Aufenthaltsbedingungen der Patienten, der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und zum Einsatz hochwertiger Medizintechnik begonnen.

Die wesentlichen Maßnahmen waren:

  • Schaffung einer neuen Radiologischen Klinik mit CT und DSA
  • Sanierung OP-Bereich einschl. Anbau eines OP-Moduls
  • Errichtung einer internistischen Intensivstation
  • Neubau einer Kinderklinik sowie
  • einer neuen Energie- und Heizungszentrale.

Im März 1997 erfolgte die Grundsteinlegung zum Neubau eines Funktionstraktes mit OP-Sälen, Kreißsaal, Funktionsdiagnostik und eines Bettenhauses mit 144 Betten. Zum 100. Geburtstag des Hauses im Juli 1999 wurde der moderne Bau mit einer Gesamtinvestitionshöhe von 44,9 Mio. DM als eine Einrichtung zur weiteren Verbesserung der medizinischen Versorgung in Betrieb genommen. Durch die Fertigstellung der Strahlentherapie im Dezember 1999 wurde das medizinische Leistungsangebot erheblich erweitert. Im Jahr 2000 wurde durch die Landesregierung Sachsen-Anhalt im Rahmen des Krankenhaus-Investitionsprogramms ein Funktionsgebäude mit zentraler Notfallaufnahme, Zentrum für Laboratoriumsdiagnostik, Krankenhausmanagement und -verwaltung beschlossen. Der Baubeginn erfolgte im Frühjahr 2002. Mit Wirkung vom 17. September 2003 wurde die Fusion des Harz-Klinikum Wernigerode und des Kreiskrankenhaus Blankenburg vollzogen und die Harz-Klinikum Wernigerode-Blankenburg GmbH wurde in das Handelsregister eingetragen.

Historie

1991 – Eigenbetrieb des Landkreises Wernigerode 1994 – GmbH-Bildung „Kreiskrankenhaus Wernigerode GmbH“ 1995 – Umbenennung in „Harz-Klinikum Wernigerode GmbH“ 2003 – Fusion mit dem Kreiskrankenhaus Blankenburg zur „Harz-Klinikum Wernigerode-Blankenburg GmbH“

19.06.2012 erfolgte die Verschmelzung der Krankenhäuser „Harz-Klinikum Wernigerode-Blankenburg GmbH“ und „Klinikum Dorothea Christiane Erxleben Quedlinburg GmbH

Ausgewählte Baumaßnahmen

  • 1990/91 – Einrichtung Hubschrauber-Landeplatz
  • 1991 – Neubau Heizungsanlage Frauenklinik
  • 1992 – Dach, Fassade, Rekonstruktion Stationen C3, C4, IITS
  • 1993 – Rekonstruktion und Neubau Kinderklinik, Heizungsanlage Haupthaus
  • 1993 – Anschaffung CT, Fassadenneugestaltung Bettenhaus
  • 1994 – Sanierung OP, Rekonstruktion Frauenklinik, Zentralsterilisation 1995 – Bewilligung Neubau Funktionstrakt und Bettenhaus
  • 1995 – Notstromversorgung, Errichtung Trafostation
  • 1996 – Einrichtung der Internistischen Intensivstation
  • 1996 – Beginn Neubau Funktionstrakt und Bettenhaus
  • 1996 – Errichtung Ambulanter Pflegedienst, Umbau Radiologie, mit Digital- Subtraktions-Angiographie (DSA)
  • 1996 – Schaffung von Parkplätzen
  • 1998 – Umbau Krankenhausapotheke, Neubau Strahlentherapie
  • 1999 – 100 Jahre Krankenhaus, Übergabe des Neubaus
  • 2000 – Inbetriebnahme der Endoskopie und Funktions-diagnostik
  • 2001 – Umzug Frauenklinik an den Hauptstandort, Inbetriebnahme Neonatologie
  • 2002 – Neubau Notfallaufnahme, Zentrallabor, Verwaltung
  • 2003 – Umbau Küche (Standorte in Blankenburg werden mit beliefert), Umbau Radiologie
  • 2004 – Anschaffung Magnetresonanztomographie-Gerät (MRT)
  • 2004 – Beginn Neubau Pflegebereich am Thie
  • 2005 – Rekonstruktion der Neurologischen Station
  • 2006 – Übergabe des Geriatrischen Zentrums
  • 2007 – Umzug der Neurologie und des Schlaflabors nach Wernigerode
  • 2008 - Bauübergabe des Medizinischen Versorgungszentrums Harz
  • 2009 - Übergabe Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und Umbau Thiestraße
  • 2012 – Übergabe zentrales Wirtschaftsgebäude
  • 19.06.2012 erfolgte die Verschmelzung der Krankenhäuser „Harz-Klinikum Wernigerode-Blankenburg GmbH“ und „Klinikum Dorothea Christiane Erxleben Quedlinburg GmbH“