Wundzentrum Harz


Willkommen auf der Seite des Wundzentrums Harz.


Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

das Entstehen einer chronischen Wunde hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Häufig sind primäre Erkrankungen wie:

  • Chronisch venöse Insuffizienz beim Ulcus cruris venosum;
  • Arterielle Verschlusskrankheit beim Ulcus cruris arteriosum; 
  • Diabetes mellitus beim Diabetischen Fußsyndrom oder 
  • umorerkrankungen bei exulzerierenden Tumorwunden

die Ursache.

Begünstigt wird das Entstehen einer chronischen Wunde vielfach durch 

  • Immobilität des Patienten;
  • Kachexie; 
  • Mangelernährung oder
  • Immundefekte.

Chronische Wunde mindern vielfach die Lebensqualität bei den Betroffenen. Insbesondere Wundschmerz, Wundgeruch und eine eingeschränkte Mobilität führen zu starken körperlichen, aber auch psychischen Belastungen der Betroffenen. Mit Hilfe einer effektiven Wundversorgung lässt sich die Lebensqualität der Wundpatienten wesentlich verbessern.

Am Klinikum Quedlinburg wurde ein Wundzentrum eingerichtet. Wundzentren arbeiten interdisziplinär und besitzen eine besondere Qualifikation in der modernen Wundversorgung. Interdisziplinär bedeutet, dass mindestens zwei unterschiedliche medizinische Fachrichtungen besetzt sind. Eine besondere Qualifikation wird unterstellt, wenn mindestens 100 Patienten mit chronischen Wunden im Jahr behandelt werden. Die interdisziplinäre Besetzung wird dadurch hergestellt, dass das Wundzentrum gemeinsam durch die Kliniken für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie und Dermatologie getragen werden.Hohe Anforderungen werden auch an das pflegerische Personal gestellt. Für die Anerkennung einer qualifizierten Wundversorgung ist eine Zusatzausbildung als Wundexperte mit nachgewiesener regelmäßiger Weiterbildung erforderlich.

Wundzentrum zu sein, bedeutet für uns auch, eine enge Verbindung zwischen stationärer und ambulanter Versorgung umzusetzen. Für Patienten, bei denen während des stationären Aufenthaltes kein oder nur unzureichender Wundverschluss erreicht wurde, können nach dem stationären Aufenthalt ambulant qualifiziert weiter behandelt werden. Mehr dazu erfahren Sie unter Integrierter Versogung.

Ihre Dipl. med. Petra Pfeifer
Fachärztin für Chirurgie / Gefäßchirurgie
Leiterin des Wundzentrums Harz

 

Über uns

Über uns

In Deutschland leiden rund drei bis vier Millionen Menschen an chronischen Wunden.

Trotz bemerkenswerter Fortschritte in der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden entspricht die Versorgungslage in Deutschland noch nicht flächendeckend den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Folgen sind erhöhte Komplikationsraten, Mehrkosten und hohe Einbußen an Lebensqualität der betroffenen Patienten.Beunruhigend ist auch die Tatsache, dass nicht nur ältere, sondern zunehmend auch jüngere Menschen an chronischen Wunden leiden. Chronische Wunden  verursachen regelmäßig über längere Zeiträume verschiedene Probleme im täglichen Leben und häufig starke Schmerzen, scheinbar ohne absehbare Besserung. Dies bringt für alle Betroffenen viel Leid, Verluste im sozialen Umfeld und kostet u. U. auch Geld, wenn Teile der Versorgung selbst bezahlt werden müssen.

Die optimale Versorgung der Patienten erfordert eine interdisziplinäre fachübergreifende medizinische Zusammenarbeit. Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie und die Klinik für Dermatologie und Allergologie besitzen die herausgehobene Qualifikation in der modernen Wundversorgung und durch die Vielzahl behandelter Fälle die Kompetenz für ein Wundzentrum.

Das Wundzentrum ist Kompetenzzentrum bei der ambulanten Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden und Partner im Netzwerk Integrationsversorgung.

Mehr Informationen zum Wundzentrum und zu allen Fragen rund um das Thema „Integrierte Versorgung chronischer Wunden“ erhalten Sie auf unserer Homepage.

Sprechstunden

Sprechstunden

Für die ambulante Behandlung im Wundzentrum bieten wir Ihnen folgende Sprechstunden an. Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall die vorherige telefonische Anmeldung.

Wundsprechstunde  

Dipl. med. Petra Pfeiffer
Telefon ( 0170) 9320326
www.mvz-quedlinburg.de

Ballenstedt
Telefon (039483) 405
Montag - Freitag 9-14 Uhr

Wernigerode

Telefon (03943) 61 3907
Mittwoch 7-10 Uhr

Leitbild

Leitbild

Wir nehmen den Patienten ganzheitlich an!

Das Vorliegen einer chronischen Wunde hat für den Betroffenen erhebliche Auswirkungen im Alltagsleben. Neben der körperlichen Beeinträchtigung müssen oftmals in hohem Maße Einschränkungen der Selbständigkeit und im sozialen Leben in Kauf genommen werden.
Wundheilung und Rezidivprophylaxe sind nur in enger Zusammenarbeit mit dem Betroffenen, in den meisten Fällen mit deren Angehörigen und den beteiligten Berufsgruppen zu erreichen. Menschen mit chronischen Wunden sind im besonderen Maße ganzheitlich zu betrachten.

Wir nehmen unsere Verantwortung wahr! 

Diejenigen, die unsere Hilfe suchen, werden von uns umfassend betreut. Wir suchen nach Möglichkeiten, ihnen die beste Betreuung zuteil werden zu lassen.

Gelingt es uns, sie in ein besonderes Versorgungssystem einzusteuern, übernehmen wir neben der ärztlichen Betreuung über unsere Kooperationspartner auch die pflegerische Wundversorgung im häuslichen Bereich. Wenn es medizinisch notwendig ist, organisieren wir die Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln.

Wir haben ein hohes Qualitätsbewusstsein!

Wir setzen hohe Maßstäbe an eine qualitätsgerechte Behandlung unserer Patienten. Wir arbeiten konsequent nach AWMF-Leitlinien. Im Bereich der Pflege orientieren wir uns am jeweils aktuellen Expertenstandard DNQP „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ und setzen das auch bei unseren Kooperationspartnern durch regelmäßige Qualitätskontrollen durch. Unsere ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen teil. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern und unter Einbeziehung der niedergelassenen Kollegen führen wir eigene Fortbildungsveranstaltungen durch.
Der Heilungsverlauf wird in besonderem Maße dokumentiert. Für die Versorgung im häuslichen Bereich wird ein individueller Therapieplan erstellt und dessen Einhaltung durch das Wundzentrum kontrolliert. Nach Abschluss der integrativen Wundversorgung wird der Heilungsverlauf evaluiert und der Zufriedenheitsstatus des Patienten abgefragt. Die Ergebnisse werden dem Kostenträger übermittelt.

Wir arbeiten kostenbewusst!

Ein optimaler Wundheilungsverlauf, insbesondere bei chronischen Wunden, gelingt häufig nur durch den Einsatz moderner Wundtherapeutika, die fast immer im oberen Preissegment liegen. Die integrative Versorgung und mit ihr die Übernahme der Kosten durch die GKV, ermöglicht uns den zeitlich begrenzten Einsatz solcher hochpreisigen Materialien. Mit dem Einsatz verbindet sich das Ziel, die Heilungsraten zu verbessern, stationäre Aufenthalte zu verkürzen und, nicht zuletzt, die  Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Der Materialeinsatz wird individuell festgelegt und dessen ordnungsmäßige Verwendung kontrolliert.

 

Kooperationen

Kooperationen

Vom Wundzentrum wurden insbesondere in seiner Wirksamkeit als Kompetenzzentrum Chronische Wunden eine Vielzahl an Kooperationen aufgebaut.

Mit der Managementgesellschaft Proklin Medical Care GmbH Quedlinburg wurde ein Vertrag über Diagnostik und Therapie bei der Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden innerhalb der speziellen Form der integrierten Versorgung abgeschlossen.
Patienten mit chronischen Wunden benötigen regelmäßig eine kompetente ambulante Betreuung in ihrer häuslichen Umgebung. Soweit der Patient nicht bereits von einem von ihm ausgewählten ambulanten Pflegedienst betreut wird, sind wir bei der Auswahl eines geeigneten Pflegedienstes behilflich. Wir können hier aus einer Vielzahl von Kooperationspartnern auswählen.

Neben ambulanten Pflegediensten gehören u. a. physiotherapeutische Praxen und Home-Care-Unternehmen zu unseren Kooperationspartnern.

Unternehmensintern arbeitet das Wundzentrum eng mit dem Entlassungsmanagement zusammen, womit ein möglichst reibungsloser Übergang in die poststationäre Versorgung erreicht werden kann.